Montag, 9. Juni 2014

36°C und es wird noch heißer...

Irgendwie ist der Sommer jetzt vollends angekommen. Nunja zumindest für dieses Wochenende. Temperaturen um die 35°C lassen einem geradezu die Griffe unter den Fingern wegschmelzen.
Da ich aufgrund des Deutschlandcups in Auerbach allerdings eh im Frankenjura war und ich auch nicht gerade der passionierteste Schwimmer bin, nutzte ich Zeit noch ein wenig, um noch ein paar fränkische Perlen zu sammeln. 
Da es dieses Frühjahr extrem trocken war sind trotz des krassen Temperaturanstiegs fast alle Routen trocken. "Nautilus, 10-/10" stand als erstes auf der Liste, da ich dieses die Woche zuvor mit Pascal schon ausgecheckt hatte wir am Abend des letzten Tages aber zu platt für den Durchstieg waren. Da die Wand morgens noch im Schatten liegt, ist es zudem ein optimales Ziel für den Start. Gesagt getan: Exen hochgehangen und im Versuch darauf kurzen Prozess gemacht :-) 
Nice so kann das Wochenende starten. Später gings dann noch an die Emil-Riedl-Ged. Wand wo mit "Hattori Hanzo,11-/11" ein echter Frankenhammer steht. Da ich dem Grad jedoch nicht ganz gewachsen bin, probiere ich dort schon seit längerem "Die Fülle des Lebens wird erst erschoppet von dem der es bei seinen Wurzeln erkennt, 10". Ja die Tour hat wirklich einen so langen Namen und dieser stammt sinngemäß von einer Gedenktafel an den Heimatforscher Emil Riedl direkt nebendran.. "Hattori Hanzo", "Madonna, 11-" und die Fülle des Lebens unterscheiden sich lediglich im Ausstieg. Die krasse Dachpassage bei der man 3m in 3 Zügen überzieht haben alle gemein. Irgedwie fällt mir die Tour schwer, aber das Dach ist so extrem dass man es einfach probieren muss. Leider klappte der Durchstieg auch dieses Mal nicht, aber mal schaun wenns mal wieder kühler ist. Dann werden die Karten neu gemischt ;-)



 
Cruxsequenz der Fülle des Lebens
 
Nachdem die Quali im Deutschlandcup leider nicht ganz so erfolgreich lief wie erhofft, war der Cup schneller vorbei als erwartet. Nungut, normalerweise hätte ich mich über die stelligen Boulder sehr gefreut, allerdings verschiebt sich das Komfortgefühl an kleinen Leisten mit einem kaputten Ringband doch ein wenig in Richtung Null.
Egal die Sonne brennt und der Himmel ist blau. Rausfahren und später bei einem kühlen Bier das Finale genießen ist auch ein Plan. Mit Lars Hoffmann gings zum Schlaraffenland, wo wir beide mit "Thors Hammer, 10-" auch noch auf unsere Kosten kamen. Für alle anderen Touren am Fels wars leider viel zu warm. Aber es sollte ja noch heißer werden. 
Mit jedem Grad Temperaturanstieg hatte ich das Gefühl sinkt mein Kletterkönnen um den Selbigen.
Adam schlug für Sonntag die Burggruber Wand vor und da ich an dieser Wand noch nichts kannte außer die Namen von ein paar Klassikern gings mit Luke, Katrin und Elias auch dorthin.
Da Elias noch nicht so gut sichern kann und eigentlich überhaupt noch nicht viel kann außer rumliegen und gucken, war der Tag relativ entspannt da sich immer jemand mit dem Kleinen beschäftigtigen musste.  Auf dem Plan standen natürlich "Maud, 9" und "Die Kante, 10-" beide aus der Hochzeit der Sportkletterentwicklung. Maud die ehemals ein Boulder war und wo man auf Höhe des ersten Hakens früher abgesprungen ist (4m min und die hatten früher noch keine Pads) klettert man nun als Tour bis zu einem Nohand auf ein großes Band. Das schwerste hat man trotzdem nach dem ersten Zug hinter sich und so konnten Luke und ich uns schnell den Rotpunkt abholen. 
Die Kante links daneben zeigte sich etwas widerspenstiger. Sloper pressen bei den Temperaturen war halt echt nicht so ganz ideal, aber ich wollte da unbedingt hoch ;-)
Mit dem letzten Go des Tages rettete ich mich nach einigen vergeblichen Versuchen und Rumgeboulder nach der besten Sequenz zum großen Seithenkel beim 3. Haken. Hier darf man sich dann freuen, denn man muss nun nur noch einen 6er raussteigen. Die Tour ist definitiv ein Highlight im Frankenjura und sollte man sich mal angeschaut haben. Hier wartet alles andere als Trivialkletterei.