Dienstag, 3. September 2013

Frank ( en + furt )

Endlich ein freies Wochenende und dazu pasable Bedingungen. Da hat man ja praktisch gar keine Wahl. Ab an den nächstgelegenen Fels :-)
Diesmal gings mit Stefan1 ans Zwergenschloss, wo ich nach zwei Zahn-Ops dieses Jahr endlich mal wieder das Powerplay probieren konnte. Erstaunlicherweise klappten alle Züge sofort und ich konnte endlich die Cruxpassage linken und aussteigen. Das machte Hoffnung auf mehr und ich versuchte erste Durchstiegsversuche. Beim Zug in den Untergriff war aber dann immer Schluss und auch am nächsten Tag wurde es nicht besser. Zwar fühlte ich mich fitter aber die Griffe waren deutlich schlechter beinander als am Tag zuvor. Da kann man nix machen, außer abwarten und mit trockeneren Fingerkuppen nochmal anrücken. 

 ein Versuch in Powerplay,11-

Für das restlich Wochenende standen mit dem Richard-Wagner-Fels und den Bleisteinen noch ein paar Klassiker auf dem Programm. Da kann man nur immer wieder feststellen wie verweichlicht man eigentlich ist und sich eine gehörige Portion Demut abholen. 
Im Vergleich zu "Amadeus Schwarzenegger, 10-" fühlt sich jeder Zug im "Powerplay, 11-" leicht an. Ich finde es allerdings auch im gleichen Maße inspirierend, wenn man mal in ner 10- keinen Auftrag hat. Auch wenn vieles schon abgespeckt ist, Touren wie "Fight Gravity, 8+" oder "Lohengrin, 8-" sind ein absolutes Muss. 
An den Bleisteinen, versuchte ich mich an "Molotow, 10-/10" einem zwar etwas grünlich erscheinenden aber mit wahnsinnigen Zügen aufwartenden Turm. Leider scheiterte ich auch hier kurz vor dem Umlenker. Die Tour ist aber auf jeden Fall entgegen vieler Meinungen einen weiteren Besuch wert.
Sonntags gings dann zurück nach Frankfurt zum Start- und Zielpunkt Dynochrom. Die Boulderhalle ist nun seit knapp 3 Wochen offen und schon steht das erste Umschrauben an. 
Zusammen mit Robert habe ich den linken Teil des Fearblocks und dessen Rückseite mit 21 neuen Bouldern bestückt. Angsichts dieses Blocks kommen mir einige Touren im Franken direkt kurz vor. 


Der Block ist der absolute Wahnsinn. Straight-Up Boulder mit 15+ Zügen sind hier möglich und in einer Halle mal die absolute Seltenheit. Aktuell gibts auch noch 10% Eröffnungsermäßigung auf die Jahreskarte.



Testbericht: Mammut Massone Pants


Erster Eindruck:

Das erste was an der Massone auffällt ist der Stoff, der sich leicht und robust anfühlt. Im Gegensatz zu anderen Herstellern hat Mammut auf extra Elastaneinarbeitung bei der Hose verzichtet. Das Obermaterial besteht zu 100% aus Baumwolle. Die Bewegungsfreiheit wird durch den weiteren Schnitt und den Zwickeleinsatz im Schrittbereich erzeugt.


Tragekomfort beim Klettern und Bouldern:

Der Stoff sich überaus angenehm auf der Haut an und man möchte fast eine zweite für jeden Tag haben. Auch wenn man viel schwitzt reibt oder scheuert die Hose nicht an den Knien. Am Hosenbein befindet sich eine Kordel mit der sich der Bund zusammenziehen lässt. Allerdings sind diese auch etwas unpraktisch, da man sie zusammenbinden muss, was zum einen zur Folge hat, dass die Kordelreste auf Schuhhöhe rumhängen und man Gefahr läuft draufzutreten und zum anderen, dass ein Knoten der die Kordel zusammenhält irgendwann ja auch wieder geöffnet werden muss. Klettverschluss wäre hier sicherlich die bessere Lösung gewesen.
Für eine 48 sind die Beine sehr lang geschnitten, da man gerade beim Bouldern und Klettern nicht auf der eigenen Hose hooken will. Wer nicht besonders lange Gliedmaßen hat kommt um ein Hochkrempeln der Hose beim Klettern nicht herum.
Ansonsten macht die Hose jede Bewegung mit und ist dank des breiten elastischen Bunds auch an der Hüfte unter einem Klettergurt angenehm zu tragen. 
Bis jetzt hat die Massone auch noch jeden Knieklemmer selbst im fränkischen Kalk unbeschadet überlebt, was nicht selbstverständlich ist. Früher oder später sind Knieklemmer für jedes Hosenbein der Tod. Der robuste Baumwollstoff der Massone verlängert diese Zeit aber ungemein. Mit einer Jeans mithalten kann sie natürlich nicht, bietet dafür allerdings auch deutlich mehr Tragekomfort.
Die angenähte Schlaufe zum Chalkbag befestigen braucht man eigentlich nicht. Eine zusätzliche Tasche in die man auch mit Gurt greifen kann wäre da praktischer gewesen.

Fazit:

Eine robuste Kletterhose ohne viel Schnickschnack, die jede Bewegung mitmacht. Dazu ist sie angenehm zu tragen und sieht gut aus. Wem die Hose passt, der kann auf jeden Fall zugreifen.

Preis:

Preislich liegt die Hose bei 80€. Das ist gewiss nicht günstig, aber für eine Kletterhose mittlerweile nur noch das mittlere Preissegment.