Dienstag, 25. Juni 2013

Testbericht: 66°North - Vik Hooded Sweater


Material:

Polartec Power Strech Pro (53% Polyester, 38% Nylon, 9% Spandex)
Eigenschaften: atmungsaktiv, abriebsfest, maschinenwaschbar, 4-Wege-Stretch
Gewicht: ca. 320g



Tragekomfort:

Der Vik Hooded Sweater ist sehr eng anliegend, was sowohl für die Ärmel, als auch für Rumpf und Kapuze gilt. Durch den 4-Wege-Stretch macht die Fleecejacke trotzdem jede Bewegung mit. Mit dem eingearbeiteten Daumenloch lässt sich der Ärmel auch über der Handmitte fixieren, was vor allem beim Biken sehr komfortabel ist. Es kann jedoch auch nachteilig sein, da durch dieses Loch eine Kältebrücke entsteht, wenn man es nicht verwendet. Der asymmetrisch geschnittene Reißverschluss lässt sich auch von unten öffnen, was vor Allem zum Sichern beim Klettern  praktisch ist.
Da die Kapuze wie der Rest des Sweaters körpernah geschnitten ist und sich bis auf die Augenpartie verschließen lässt, hält diese auch ordentlich warm.
Auf der Haut fühlt sich das Material warm und trocken an, da Flüssigkeit durch das Polartec nach außen transportiert wird.
Etwas unangenehm ist leider das 66°-NorthLogo im Nackenbereich, welches auch ganz gerne mal kratzt.



Verarbeitung:

Insgesamt ist die Oberfläche des Sweaters wirklich gut verarbeitet. Die Nähte lösen sich nicht auf und auch die Oberseite hat den letzten Kletteraktivitäten gut standgehalten und zeigt keine Zeichen von Abrieb.
Leider ist der Reißverschluss etwas misslungen, was sich auf die ungenaue Führung konkretisieren lässt, da er sonst sehr leichtgängig öffnet und schließt. Beim Zusammenführen des RV muss man jedoch genau darauf achten, dass man das Steckteil nach außen zieht, da sonst der RV nicht schließt.

Fazit:

Der Vik Hooded Sweater ist insgesamt in seiner Performance etwas durchwachsen. Er hält super warm und das Polartec Material ist wirklich angenehm zu tragen. Toll ist auch das Gefühl der Bewegungsfreiheit, durch den 4-Wege-Stretch. Das etwas unglücklich vernähte 66°-North Logo im Nacken und der schlechte Reißverschluss trüben leider den Gesamteindruck merklich. Dazu ist der Sweater mit ca.120 € nicht gerade günstig.
Wem dieses Manko allerdings egal ist, dem sei auch die Wind Pro Version empfohlen, die zusätzlich windundurchlässig ist und über eine Kartentasche im Ärmel verfügt. Dieses Upgrade ist dann für ca. 150€ erhältlich.

Montag, 24. Juni 2013

Testbericht: Mammut - Kento Jacket


Erster Eindruck:

Das erste was einem an der Mammut Kento Jacket auffällt, ist, dass sie sich extrem leicht anfühlt. Mit knapp 370g ist die Kento ein echtes Fliegengewicht und gehört definitiv zu den leichteren Hardshelljacken



Technisches:

Material:                       2,5 Lagen DRYtech Premium
                                     20.000mm Wassersäule, windundurchlässig, atmungsaktiv

Belüftung:                     Reißverschluss unter den Armen

Taschen:                       eine Brusttasche, zwei Einschubtaschen

Kapuze:                        schmal geschnitten, eingearbeiteter Schirm, zwei Kordelzüge 

Tragekomfort und Handling:

Die Kento Jacket hat einen angenehm lockeren und trotzdem körpernahen Schnitt. Die Ärmel sind vorgeformt und die Bündchen lassen sich mit Klettverschluss den jeweiligen Umständen anpassen. Eine Fütterung hat die Kento nicht. Dafür lässt sich aber bequem eine leichte Daune darunter tragen.
Die Kapuze kann man über seitliche Kordelzüge verstellen. Allerdings lassen sich die Kordelzüge und die Belüftungsreißverschlüsse unter den Armen nur mit zwei Händen ordentlich bedienen. Letztere lassen sich zwar einhändig öffnen jedoch nicht wieder schließen. Nachteile hat dies vor allen Dingen, wenn man nicht gerade beide Hände frei hat. (Klettern, Fahrradfahren, etc.)
Ansonsten funktionieren alle Reißverschlüsse einwandfrei, haken nicht und lassen auch keine Nässe ins Innere der Jacke.

Funktionalität:

Bei einer Wassersäule von 20.000 mm hatte kein Regenschauer auch nur eine Chance durch die Jacke zu gelangen. Die letztmonatigen Starkregen hat die Kento alle mit Bravour überstanden und auch das häufige Rucksacktragen und Zusammenknüllen hat der Imprägnierung nicht geschadet. Die DRYtech Premium Shell braucht sich in keinem Fall vor den bekannteren Shells wie denen von GORE zu verstecken.
Schmutz, selbst Schmierfett vom Fahrrad, ließ sich stets mit einem feuchten Tuch problemlos entfernen, sodass man die Jacke nicht gleich einer Wäsche unterziehen muss.

Fazit:

Für ca. 200€ erhält man mit der Kento von Mammut eine wirklich sehr leichte, angenehm zu tragende Hardshell, die keine wirklichen Schwächen hat. Für den niedrigen Preis kann man  dann auch über die schlechte Einhandbedienung der Reißverschlüsse unter den Armen hinwegsehen.