Dienstag, 14. Mai 2013

Testbericht: Gaskocher Optimus Vega


Der Optimus Vega ist ein 4-Season-Gaskocher mit Schlauchanschluss. Mit im Lieferumfang enthalten sind ein auf zwei Größen regulierbarer Aluminium-Windschutz und ein Aufbewahrungsbeutel.

Technisches:

Brennstoff:                   Butan, Isobutan, Propan
Leistung:                      1400 W (Effizienz-Modus), 3700 W (4-Season-Modus)
Gewicht:                      178 g
Maße:                          130 x 70 x 65 mm

Kochdauer:

Diesen Punkt fasse ich separat, denn die Kochdauer hängt bekanntlich von vielen Dingen ab.
(Umgebungs-, Wasser-, Gastemperatur, …) Vom Hersteller sind 3min/l im 4Season-Modus und 4.30min/l im Effizienz-Modus angegeben. Genaue Angaben zu den Anfangsbedingungen dieser Messung werden allerdings nicht gegeben.

Um einen Vergleich bieten zu können, testete ich den Vega mit demselben Behälter wie das Sol-Kochsystem, nämlich dem 500ml Sol-Kochaufsatz, bei änlicher Umgebungs-, Wasser- und Gastemperatur.

500 ml Wasser von 15°C, brachte der Vega in 1.55 min im Effizienzmodus und in sagenhaften 1.14 min im 4-Season-Modus zum Kochen. (Gastemp.: ~20°C). Damit liegen die Werte dieser Messung jeweils ~1/2 min unter den Herstellerangaben.

Um extreme Kälte zu simulieren kühlte ich das Gas auf -18°C ab. Der Vega ging im Effizienzmodus einwandfrei an und brachte 500ml 15°C warmes Wasser in 3.35min zum Kochen. Man sollte beachten, dass nach dem Zudrehen der Gaszufuhr noch eine kurze Zeit das Restgas, das sich noch im Schlauch befindet, verdampft und verbrannt wird.


Handhabung:

Da dem Vega eine wirklich gute und ausführliche Bedienungsanleitung beiliegt, möchte ich hier nicht erklären, wie man den Kocher benutzt. Allerdings möchte ich ein paar Worte zur Handhabung verlieren.
Beim Aufbauen des Kochers sollte man unbedingt darauf achten, dass bevor man die Gaskartusche anschraubt die Regulierung des Kochers wirklich zu ist. Es kann durchaus sein, dass es kocherabhängig ist, in welcher Position der Kocher sich zusammenbauen lässt. Allerdings hat mein Testkocher die Macke, dass man das Ventil ein Stück aufdrehen muss, um es einzuklappen. Dies kann allerdings wie gesagt auch produktionsabhängig sein, da wahrscheinlich vor der Bohrung nicht die Phase des Gewindes überprüft werden kann.


Im Allgemeinen fühlt sich der Vega sehr robust an, sodass man nicht befürchten muss ein Teil abzubrechen, wenn man es mal kräftiger anfasst. Trotz der insgesamt robusten Bauweise ist die Gasregulierung sehr feinfühlig.
Durch die Gaszufuhr via Schlauch hat der Kocher zudem einen enorm niedrigen Schwerpunkt, was vor allen Dingen das Kochen mit großen und schweren Topfen angenehm macht.

Windschutz:

Der mitgelieferte Windschutz erfüllt seinen Zweck. Da es sich um einen gefalteten Alu-Windschutz handelt, lässt sich dieser zwar enorm klein verpacken, allerdings gibt es auch deutlich robustere Bauweisen. Die Lebensdauer des Windschutzes ist durch das ständige Falten enorm beschränkt. Man kann aber auch darauf achten ihn nicht immer an den gleichen Stellen zu falten, wodurch Risse deutlich hinausgezögert werden können.

Fazit:

Mit dem Optimus Vega kauft man einen leistungsstarken, robusten Kocher, der keine wirklichen Schwachstellen hat und mit dem man auch bei niedrigen Temperaturen gewappnet ist. Der 4-Season-Modus verbraucht zwar viel Gas, bringt aber dementsprechend auch Leistung unter den Topf. Preislich checkt der Optimus Vega bei ca. 95€ ein.