Mittwoch, 23. Januar 2013

Franken Spezial

Nachdem die letzte Zeit die Uni ein wenig im Vordergrund stand und das Wetter es mir bis auf einen einzigen Tag in den letzten 4 Wochen nicht zugelassen hat draußen zu bouldern, freute ich mich umso mehr, als ich endlich wieder meine Sachen zusammen packen konnte, um ins Fränkische zu fahren.
Diesmal war meine Makita allerdings mit am Start, denn das Hauptziel war: Boulderschrauben im neuen Kletterzentrum Bayreuth. Die Halle wird von der DAV Sektion-Bayreuth geführt und wer jetzt denkt in solchen DAV Hallen, da geht doch eh nix, der irrt gewaltig. Da Bilder mehr erzählen können als Worte hier ein paar Impressionen:




Alle Wände sind 4,50 hoch und bieten Formen und Neigungen in allen Variationen. Ein kleiner aber überaus feiner Bouldertempel. Wenn man hier nicht stark wird, dann wird mans nie ;-)

Samstagvormittags hatte ich noch die Option endlich wieder Fels unter die Finger zu bekommen. Da das Wetter überaus gut war (-6°C, blauer Himmel) waren die Erwartungen an den Tag auch nicht zu niedrig gesteckt. Und so gings erst ans "Terminator ext., 8A/A+" mit dem ich noch eine alte Rechnung offen hatte. Die ersten Go's fühlten sich vielversprechend an und nach kurzer Zeit hatte ich das riesige Abschlussband in der Hand. 



Da noch ein wenig Zeit war, traf ich mich dann noch mit Tom, Milena und Jan, um noch ein wenig am "Zerberus, 8B" und am "Unterdrückung, 7C" zu probieren. Letzteres ging recht flott mit einem Ägypter quer durchs Dach. Zerberus ließ nur Auschecken von Einzelzügen zu, da der Start komplett vereist war.

Boulderaction am "Unterdrückung"


Nachmittags gings dann an die Arbeit und mit Pizzabrötchen gestärkt schraubten wir bis ca 2:00 Uhr morgens. Da noch Besuch für Sonntag anstand, wurde trotz allem früh aufgestanden und geputzt. Ich machte mich dann auf und checkte noch "Riot Act, 8B+", fuhr aber dann doch weiter zum "Mr. Bombastic, 8A", welches mir nachdem ich erstemal die Beta raus hatte ziemlich gut reingelaufen ist und schnell abgehakt werden konnte. 
In Anbetracht der niedrigen Temperaturen und dem Schnee machte ich mich dann auf den Rückweg nach Mainz, was ein ziemlicher Horrortrip wurde und mein Fiat wie ein Schneepflug die weiße Pest bei 30km/h auf der Autobahn vor sich herschub.



Freitag, 4. Januar 2013

Testbericht: Jetboil Sol Kochsystem

Erster Eindruck:

Die Plastikhülle des Kochers lässt sich leicht entfernen, da diese nicht verschweißt ist, sondern mit Druckstellen zusammengehalten wird. Der Verpackung liegt allerdings keine Gebrauchsanweisung bei. Stattdessen findet sich eine Einladung zu einem Gewinnspiel, an dem man nur als amerikanischer Bürger teilnehmen kann. Den hierfür verbrauchten Platz hätte man auch für eine kurze Anleitung verwenden können. Allerdings findet sich auf der Homepage ein Video zur Benutzung, dass jedoch nur knapp auf die Funktion des Kochers eingeht. Das Video findet sich unter:
unter „Recources“ auf dergleichen Seite findet sich eine Anleitung im pdf-Format.

Zu den Bauteilen:

Zu dem Sol Kochsystem gehört ein Standfuß, das Kochmodul, ein universeller Kochaufsatzfür Töpfe und Ähnliches, der Sol Kochaufsatz für max. 800ml Wasser und zwei Abdeckungen. Alle Bauteile lassen sich im Sol Kochaufsatz verstauen. 


 aufklappbarer Standfuß für zwei Gaskartuschengrößen für einen stabilen Stand


Der Kocher ist kompatibel mit den gängigen Schraubkartuschen. Die Jetboilkartuschen lassen sich dank geringerem Durchmesser zudem in den Sol Kochaufsatz verstauen.



Das Kochmodul besitzt einen praktischen Piezozünder und eine gut dosierbare Gaszufuhr. Die Bedeutung des mit * gekennzeichneten Bauteils konnte ich jedoch nicht herausfinden.
EDIT: Das Bauteil dient der Temperaturregulierung, sodass der Kocher bis -6 °C gut verwendet werden kann.
Die Klammer oberhalb der Feinjustage hält die Einzelteile des Kochmoduls zusammen. Sie lässt sich relativ leicht entfernen, allerdings nur schwer wieder einsetzen. Es ist allerdings nicht schlecht zu wissen, dass man durch die Entfernung auch das Kochmodul  bis zu einem gewissen Grad zerlegen kann.



universeller Kochaufsatz für Töpfe oder Ähnliches

Er lässt sich mit dem Kochmodul durch Drehen verbinden. Dabei verhaken sich die Klammern (rechtes Bild) mit den runden Ausstanzungen des Kochmoduls.

Sol Kochaufsatz verbunden mit dem Kochmodul


 Verbindungsstelle des Sol Kochaufsatzes mit dem Kochmodul



Auf dem Bild lässt sich erkennen wie man den Sol Kochaufsatz mit dem Kochmodul verbindet. Es lässt sich allerdings nur zu einem gewissen Grad zusammendrehen. Man sollte ebenfalls beachten, dass der Aufsatz bei Benutzung des Kochers nicht mehr zu entfernen ist. Ein einfaches Aufsetzen ohne Fixierung genügt und verhindert dieses Problem. Auf die Wärmeisolierung der Neoprenhülle sollte man allerdings nicht vertrauen. Der Aufsatz wird trotz der Isolation ziemlich heiß.


Zur Funktion:

Mit einer Abweichung von maximal 5 Sekunden bei einer Außentemperatur von ungefähr 15°C ist die mit 2.25min angegebene Kochzeit für 500ml Wasser im Sol Kochaufsatz ziemlich exakt.
Der Fluxring sorgt dabei für eine optimale Wärmeübertragung und verhindert eine hohe Wärmedissipation an die Umgebung. Zudem wird der Gasverbrauch gesenkt.
Der Hersteller gibt diesen mit 100g/h an, was mit dem Sol Kochaufsatz dank Fluxring für bis zu 12 Liter kochendes Wasser reichen soll.
Interessant ist auch die Kompatibilität des Kochers mit anderen Jetboil Produkten, wie beispielsweise einen Frenchpress-Aufsatz. Alle kompatiblen Geräte finden sich auf:
http://shop.jetboil.com/index.php/sol-cooking-system.html

Fazit:

Die Verarbeitung der Bauteile ist solide und weist nur wenige Schwachstellen auf. Allerdings wäre zumindest eine kurze Bedienungsanleitung angebracht, da ein Internetzugang outdoor nicht vorausgesetzt werden kann. Die pdf Anleitung sollte man sich daher am besten ausdrucken und mitnehmen. Es ist merkwürdig, dass nicht einmal auf die Datei verwiesen wird.
Das Sol Kochsystem ist vor allem innovativ, was die kompakte Verstauung des Kochers im Sol Kochaufsatz und die Kompatibilität mit anderen Jetboil Produkten betrifft. Die Kochzeit für ½ Liter Wasser ist mit 2.25 relativ kurz, was den Kocher somit auch bezüglich der Funktionalität auszeichnet.