Donnerstag, 30. August 2012

Testbericht: Black Diamond Gridlock - Srewgate



Beim „Black Diamond GridLock – Srewgate“ handelt es sich um einen warmgeschmiedeten Schraubkarabiner, der sich durch seine Konstruktion besonders für das Sichern mit den gängigen Methoden (GriGri, Atc usw.) eignen soll. Die Bruchlast beträgt 22 kN längs, 7 kN quer und 8 kN offen.

Erster Eindruck:

Der Karabiner weist keine optischen Mängel auf. Der Schnapper öffnet und schließt reibungsarm. Der Schraubverschluss ist leichtgängig und lässt sich durch kurzes Anziehen auch in der gewünschten Position (offen/geschlossen) fixieren. Durch die KeyLock Bauweise kann der Karabiner sich zudem nicht verhaken. Besonders ist, dass der Schnapper beim GridLock eine Verlängerung hat, die ein Verdrehen des Karabiners beim Sichern und eine dadurch mögliche Querbelastung verhindern soll. In diesem Bereich ist er jedoch etwas scharfkantig. 



Sichern mit GriGri

Beim Sichern ist das GriGri in die kleine Öse einzuhängen, sodass man den Karabiner mit der größeren am Gurt fixiert. Ein Verdrehen ist während des Sicherns nicht möglich gewesen und auch ein Verklemmen und Querbelastungspositionen konnten nicht entstehen.
Das Ein- und Aushängen des GriGris ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, da der Schnapper zweimal geöffnet werden muss. Erst muss der Schnapper geöffnet werden, um den GriGri in den Karabiner einzuhängen und dann ein zweites Mal, damit der GriGri in die kleine Öse geführt werden kann.




Einhängen des GriGris in den BD GridLock


Sichern mit Tubes und Ähnlichem

Hier wird gemäß Anleitung der Tube wie gewohnt in den großen Teil des Karabiners eingeklickt. Die kleine Öse wird nun am Gurt fixiert. Auch hier funktioniert der Verdrehschutz. Genau wie beim Sichern mit GriGri ist allerdings das Ein- und Aushängen wieder etwas gewöhnungsbedürftig.

Fazit

Der Karabiner gewährleistet guten Schutz gegen Querbelastungen und Verdrehen beim Sichern. Allerdings wird das Sicherheitsplus mit ein wenig mehr Zeitaufwand beim Ein- und Ausklippen bezahlt. Mit etwas Übung geht aber auch das relativ zügig und in Anbetracht der relativ niedrigen Querbruchlast von Karabinern sind die Extrasekunden doch recht nebensächlich. Insgesamt ist die Mechanik leichtgängig und gut verarbeitet.
Einziger Schönheitsfehler des Karabiners ist die scharfe Kante der Schnapperverlängerung. Diese kommt zwar kaum in Berührung mit dem Gurt, hätte aber nicht sein müssen.

Montag, 13. August 2012

Ausgeschlonzt

Nachdem letztes Wochenende bedingungstechnisch übelst für den Arsch war und das Wasser quasi aus jedem Griff getropft ist, gings die letzten 2 Tage kurzfristig nach der Summersession im Blockwerk mit extra wenig Schlaf zurück ins Franken. 
Diesmal sah man Chalk auf den Griffen, was Hoffnung auf einen möglichen Durchstieg machte. Worum gehts? Hierum:


"Monstermagnet, 10" konnte ich letzten Samstag endlich durchsteigen, nachdem ich im 2. Go nochmal die Beta um einen weiteren Toehook erweitern konnte. 


Nach dem pressigen Untergriffzug folgt ein guter Schlitz für die rechte Hand. Von dem gehts weiter in die sloprigen Löcher.


Von dem Sloper mit rechts gehts für links in ein 2-Fingeruntergriffloch. Den linken Fuß kann man auf einer Bank abstellen und man dreht das Dropknee rechts auf einem kleinen Dorn. Aus der Position Vollgas auf ein feuchtes 2-Fingerloch für rechts.


Man taucht nun unter dem Loch ab, um an 2 weiteren 2-Fingerlöchern durchzukreuzen. Ab hier ists mit den schweren Zügen auch schon vorbei und man kämpft sich mit gut angepumpten Armen zum Umlenker.
Am Tag drauf gings an den Rolandfels, wo ich mit "Nullkommanix, 10-" eine alte Rechnung von 2010 begleichen konnte. Also alles in allem ein ziemlich fettes schlonzfreies Wochenende :-)

Nächste Woche gehts dann nach München, wo ich das erste Mal auf einem Boulderweltcup starten darf.





Mittwoch, 8. August 2012

Plastic Fantastic ?!

Wer sich wundert warum der letzte Post nun genau einen Deutschlandcup her ist, nein ich bin nicht zu einem Plastikboulderer geworden und habe auch nicht die letzten 2 Monate im Trainingskeller verbracht.
Fakt ist: Meine Karre ist mal wieder verreckt. Diesmal auf dem Weg nach München. Nach gefühlten 8km Stau und ständigem Stop and Go hats die Kupplungsfeder nach der letzten Ausfahrt zerlegt. Mit der Reparatur von dem Drecksteil war meine Urlaubskasse dann endgültig leer. 
Es blieben noch die Tagesausflüge in die Pfalz und die Blockwerksessions bei geradezu tropischen Bedingungen. 
Letzte Woche bekam mein Auto nun endlich den Tüv und ich war wieder mobil :-) Der Plan war nun nach dem Wettkampf in Überlingen weiter ins Fränkische zu fahren. Liegt mit 410km auch direkt um die Ecke und es ist somit auch kein Problem die Strecke nach dem Cup um 24:00 Uhr noch zu fahren.

Fit fühlten wir uns irgendwie alle nicht, nachdem wir die Nacht zum Wettkampftag irgendwo auf dem Schulgelände neben dem Hauptbahnhof verbracht hatten. Eigentlich gab es 2 Optionen:
1. Option: Man wählt den Schlafplatz im Dunkel, der zwar mit romantischer Atmosphäre unter den Schulhofsbäumen lockt, riskiert dafür allerdings unglaublich viele Mückenstiche und von besoffenen Jugendgruppen angepöbelt zu werden.
2. Option: Man wählt die ruhige, dafür mit Flutlichtern ausgestattete Überdachung direkt hinter dem Schulgebäude mit dem Risiko, dass diese irgendwann in der Nacht angeschaltet werden.

Wir hatten von beidem natürlich nur das Beste. Nachdem wir vollends zerstochen waren und schon zwei Gruppen Jugendliche vorbeikamen wechselten wir zu Option 2 ,um morgens um 4:00 von eben genannten Lichtern geflasht zu werden. 
Nach der Regi um 8:30 gings in die Iso, um dann 10min vor Start zu erfahren wer in welcher Gruppe ist. Ich hatte das Glück in Gruppe 1 zu starten, was bedeutete: schnell fertig, dafür Sonnenbrand, da die ganze Wand nur eine einzige Schattenstelle bot. 
Das Halbfinale lief dann leider nicht ganz wie erwartet. Nachdem ich die Boulder irgendwie total vercheckt hatte reichte es dann am Ende nur für Platz 12. Überraschenderweise schaffte es Luke in sein erstes Finale und freute sich über Platz 5. Carina war mit Platz 6 auch mehr als zufrieden, da es auch für sie die erste Teilnahme an der letzten Runde war. Gewonnen hat am Ende Peter mehr als verdient mit 3 Flashbegehungen und einem Top und bei den Damen rockte Monika Retschy am meisten.




Danch gings wie schon gesagt aufgepowert mit Energydrinks Richtung Frankenjura. Um 3:30 kamen wir schließlich bei Nick und Nicole in Wiesenthau an. Der Sonntag war schwülwarm und trotzdem konnte man nach einem ausgiebigem Frühstück um 14:00 Uhr an trockenen Griffen an der Schlossbergwand klettern. Ich hatte diesmal irgendwie keine Lust auf Donnerkuppel, da gleich 3 Gruppen dort am ausbouldern waren und so nutzte ich die Gelgenheit "Monstermagnet" auszuchecken. Die Züge liefen schließlich so gut, dass ich die Exen hängen ließ, um am nächsten Morgen den roten Punkt abzuholen. 
Morgens angekommen erwarteten mich allerdings total schlonzige chalklose Griffe. 2 Versuche steckte ich trotzdem rein. Die nassen Untergriffe konnte ich erstaunt doch ganz gut festhalten. Der Dropkneezug zum Schlüsselgriff klappte, erreichte das 2 Fingerloch - schlonz- nachschnappen- schlonz und dann gings abwärts. Schade. Luke gab "Master Blaster" auch wegen einem nassen Untergriff auf und so wechselten wir von der Schlonzbergwand zur Heinrichsgrotte, wo Nick und Nicole das unendlich nasse "Rock Wrestling" auscheckten. Wir kletterten noch ein paar Touren im linken Wandteil, die allesamt trotz Dauerregen trocken waren und auch wunderbare Züge im 7.und 8. Grad aufweisen. Am Abend probiert ich auch die Züge vom "Rock Wrestling" und riss gleich zum Start einen riesen Brocken aus der Bröselwand. Nick zu Liebe verzichtete ich dann auch auf den Ausstieg, wo noch mehr Bröselhenkel warten und beschränkte mich auf die Züge im Mittelteil, die krasse Ägypter und Knieklemmer vorweisen. Alles in allem eine Hamertour nur halt'n bisserl feucht und bröselig.

Nach dem Abendessen mit Sarah gings dann ne viertel Stunde später in die Vollsperrung am Nürnbergerkreuz, wo wir 2 Stunden einfach nur standen. Es wurde also wieder spät bis wir in Bad Dürkheim ankamen; schön war das Wochenende trotzdem.

Im Übrigen: Noch mehr fantastisches Plastik demnächst im Blockwerk in Mainz  --  O-Ton: 



"Am Freitag, den 10.8. startet ab 17 Uhr die sommersession im blockwerk! Es gibt viele neue Boulder in allen Schwierigkeiten und natürlich einen Bouldercup. Wenn alle fix und fertig sind, wird das "rattlesnake orchestra" nochmal das letzte aus Euch rausholen. Vor ein paar Jahren haben die schon mal ordentlich für Stimmung gesorgt und wir freuen uns auf ihr Programm - die Junx haben ihre neue CD im Gepäck!!! Der Burgerladen aus Mainz baut außerdem seinen Stand bei uns auf und kredenzt frisch zubereitete Burger (auch Veggie!!) und Pommes. D.h. unser Grill steht am Freitag nicht bereit!! Wir freuen uns auf Euch! Eintritt: wie immer freitags."