Montag, 11. Juni 2012

Zwischen Plastik und Fels

Das Bouldern am Fels unterscheidet sich mehr und mehr von dem am Plastik. Doch zum 2. Deutschen Bouldercup in Auerbach im Rahmen des Kletterfestivals wollte ich doch nochmal testen, obs mit dem Geschiebe auf 120er Schmirgelvolumen mittlerweile besser klappt. Da Krissi und ich allerdings die zwei Tage vorm Cup auch noch Zeit hatten, wollten wir natürlich noch a weng die Fränkische genießen, die absolut perfekte Bedingungen mit 18°C und Wind bescherte. Als wir an dem Freitag mittags an der Klinge ankamen waren wir allein. Keine Sau da?! Normal ist immer die Hölle los, aber scheinbar waren alle im Süden beim Festival. Glück für uns :-) Krissi konte mit dem "Gemeinschaftsweg, 6" ihren ersten Rotpunkt verbuchen und ich konnte mit "Pocket Rocket, 10-" und "Headline, 9+" das Wetter auch entsprechend nutzen. Allerdings überforderte mich das Klettern mit Seil an diesem Tag doch ziemlich. Erst schaffte ich es in "Pocket Rocket" das Seil unter der Exe in die nächste einzuklippen und mich so kurz vorm Top zuzubauen, dann toppte ich diese Aktion noch, indem ich in "Headline" den Abseilklipper in den obersten Bühler hängte, allerdings in den vorletzten keine Exe mehr zurückhängte. Im nächsten Go kam ich dann über die Crux wollte klippen, hatte aber nix dabei und im Haken hing natürlich auch nix...Fuck. Abklettern wollte ich dann aber auch nicht mehr und so machte ich noch ein paar Züge mehr, die zwar leicht aber doch scarry waren.
Den Abend verbrachten wir bei Nick und Nicole, wo wir beim Barbecue viele Leute kennenlernen durften und auch Katrin und Luke trafen. Luke wollte auch in Auerbach mitmachen, allerdings sich am Tag vorher noch schonen und so gingen Luke, Katrin und Krissi zum Minigolfen. 

 Minigolf Action in Gößweinstein mit Katrin, Luke, Krissi und Sandy

Sandy hatte auch ihren persönlichen Erfolg, da sie auf dem Minigolfplatz ein Meerschweinchen erledigte. Die Viecher liefen frei herum, sodass man Sandy eigentlich keinen Vorwuf machen kann und eher zu der erfolgreichen Jagd gratulieren sollte. Die Besitzerin meinte, es sei das schönste Meerschweinchen gewesen und wollte 20 Euro haben, sie würde dann auch eine Quittung für die Haftpflicht ausstellen. Was sollte da bitte draufstehen? Meerschweinchenmord = 20€ zzgl.19% Mwst.?! Klar, dann nehmen wir noch 2 ;-)

Ich machte mich mit Steve und Ron auf an die Schlossbergwände, wo mir "Monster AG, 10-" und "Hilti Syndrom, 10-" gelangen. Ron und Steve konnten sich beide den Classic "Liebe ohne Chance, 9" abholen.

Steve bei einem Versuch in "Hilti Syndrom"

Abends am Schwimmbad in Betzenstein trafen wir dann alle anderen Kletterer und schmiedeten schon Pläne den Wettkampf tagsdrauf sausen zu lassen und stattdessen das Wetter noch ein wenig zu nutzen. Das Wetter wurde schlecht und so hatte ich dann auch kein schlechtes Gewissen doch teilzunehmen. Zu meiner Verwunderung verpasste ich mit nur einem Go das Finale und hatte so mit dem 7. Platz mein bislang bestes Ergebnis bei einem Deutschlandcup. Zum ersten Mal wurde auch ein bewegliches Element im Finale verbaut, was zum Boykott der Sachsen führte und Stefan eine unsanfte Kopflandung bescherte. Ich find die Teile im Übrigen ziemlich scheiße, aber das ist offensichtlich nicht nur meine Meinung ;-)
Den Pfingstmontag über probierte ich dann mit extrem zerstörter Haut "Donnerkuppel, 10/10+" und Luke "Master Blaster, 10-/10". Leider scheiterten wir an diesem Tag beide ziemlich knapp und beendeten den Frankenaufenthalt it einem Bier im örtlichen Biergarten.
Das Wochenende drauf fand dann im RockTown die Rheinland-Pfalz Meisterschaft statt. Nach einem miesen Start in der Quali, konnte ich im Halbfinale punkten und mich im Finale auf Platz 3 vorarbeiten. Doch das noch nicht genug 3 Tage später waren die adh-Meisterschaften in Leipzig. Hier gings zwar auch in die Finals, allerdings reichte mein Gleichgewichts-/Schiebesinn nicht aus, um mich vom 6. Platz aus zu verbessern. Egal, genug Plastik. Von der ganzen Schieberei hat man außer Krämpfe in den Oberschenkeln eh nix. Donnerstags und Freitags gings dann noch ein paar Stunden bei tropischen Bedingung und dem ein oder anderen Weltuntergangsregen an die fränkischen Überhänge. Mit "Nasenbohrer, 9+" und "Herkules, 9/9+" konnte ich noch zwei tolle Touren klettern, bevors wieder nach Mainz ging.
Der fehlende 3. Haken im "Herkules" wurde übrigens wieder ersetzt. Alles wieder safe :-)

Sonntag, 3. Juni 2012

Ostern in Bleau - Videonachtrag

Über Ostern gings ja nach Bleau. Frederic Zenner hat nun von "La Nuit, 7C" und "La Belle du Jour, 7C" ein kurzes Video zusammengeschnitten. Hoffe es gefällt euch :-)