Dienstag, 20. Dezember 2011

I love my Ex

Wie das Leben so spielt begehrt man doch immer das am Meisten, was man gerade nicht hat und in meinem Fall ist das, da ich in Mainz wohne, das Ex, der altehrwürdige Boulderspeicher in Trier.

Wieder ist ein Jahr fast vorbei und so sammelten sich wieder die Stärksten der Starken, um ihr Können am 17.12 in eben besagtem Ex zu messen. Mit fast 140 Teilnehmern stand also einem spannenden Wettkampf nichts im Wege. Von 11:00-18:00 konnten sie sich an den knapp 100 geschraubten Problemen versuchen und nach dem Scorecard-Prinzip Punkte sammeln und so um den Einzug in die Finals kämpfen.
Vom 5. bis zum 8. Franzosengrad waren Boulder in allen Schwierigkeitsgraden vorhanden und da die sackharten Probleme deutlich mehr Punkte brachten, wurden diese entsprechend projektiert, was mit lautstarkem Anfeuern, Schreien und Fluchen der Teilnehmer auch gleich für die würdige Atmosphäre sorgte.

Nach einer kurzen Auswertungspause standen die Finalisten fest. Bei den Damen waren Tamara Schlemmer, Katja Grass, Claudia Brandt, Carina Scheffold und Isabell Leiner am stärksten unterwegs. Die Herren wurden von Thomas Schwender, Nicolas Altmeier, Dominik Leinenbachelor, Dominik Winkler, Mathias Conrad und Luke Brady dominiert. Philip Ratajczak verpasste nur knapp den Einzug ins Finale. Für diese war es nun noch nicht vorbei, denn es warteten jeweils 2 brettharte Boulder auf sie.

Mit einem Flash und einem Top konnte Isi den Abend für sich vor Claudia entscheiden, die den zweiten Boulder auch flashen konnte, aber beim Boulder zuvor den Top verpasste. Bei den Herren gewann Mathias Conrad souverän, allerdings lieferten sich Dominik Winkler und Luke Brady noch einen Ausdauercontest in der Welle um Platz Zwei, da beide nach dem Finale punktgleich standen.

So ergaben sich folgende Platzierungen:

Damen: 1. Isabell Leiner, 2. Claudia Brandt, 3. Carina Scheffold, 4. Katja Grass, 5. Tamara Warken


Herren: 1. Mathias Conrad, 2. Dominik Winkler, 3. Luke Brady, 4. Nicolas Altmeier, 5. Thomas Schwender, 6. Dominik Leinenbachelor


Abschließend gilt der Dank unseren Sponsoren: Cube Trier, Felsenkind, Jubel-Ware, Kleine Fluchten Trier, Boulderhaus, ClimbX sowie Lapis und den Teilnehmern, die den Excup jedes Jahr zu dem machen was er ist. Bleibt nur noch zu sagen:






Freitag, 25. November 2011

Very British Fontainebleau

So wieder mal nach Bleau: Mein Finger ist immer noch zerstört und das Tessin fällt somit systematisch aus den Urlaubsplänen raus. Letztes Wochenende war das Wetter wirklich gut gemeldet und so machten wir Philipp, Alex F. und ich uns doch relativ spät Donnerstags abends auf dem Weg nach Bleau. Wir hatten nicht die geringste Ahnung, was uns die nächsten Tage in Bleau erwartet, nur der Nebel, der manchmal nur ein Schleichen bei etwa 10m Sicht möglich machte gab ein leise Vorahnung.
Am nächsten Morgen startete unser Fiat Richtung Rocher Canon. Alles ausgepackt 100m gelaufen gings auch schon wieder zurück und alles wurde wieder in die Karre verpackt. Nicht ein einziger trockener Spot am Fels. Dasselbe in Gorge aux Chats und Roche aux Sabots...fuck was soll das werden?

Strahlend blauer Himmel und alles nass? So krassen Nebel hatte ich auch noch nicht erlebt. Unsere letzte Hoffnung war also der Cul de Chien und wir wurden nicht enttäuscht. Bei 15°C im Schatten und +20°C in der Sonne wurden in kurzer Hose und oberkörperfrei Mitte November soviele trockenen Boulder niedergerungen wie möglich.


Wer schonmal in Bleau war, der weiß dass auch die vermeintlich leichten Sachen ganz schön harte Nüsse sein können und in Bleau im Gegensatz zum Tessin nicht weniger schön sein müssen als die Schweren. Allerdings war die Nacht nebelfrei gemeldet und so sollte am nächsten Tag dann hart angegriffen werden.


Wie man deutlich erkennen kann war der Alex vom Angreifen besonders begeistert und hat dann auch gleich in Gréau nach 2 stündigem WarmUp-Lernen das "Jeu t'es Fou assis" niedergerungen. Später am Tag gings dann zum Elephant, wo Philipp mit "Le Coeur" seine erste 7A in Bleau bouldern konnte und gleich nen Classic abgeräumt hat. Ich konnte mit "La Barre Fixe" noch eine alte Rechnung begleichen und Alex räumte den Boulder mit einer Monostartvariante auch mal eben schell ab :-)

Aber noch war die Sonne nicht untergegangen und so liefen wir noch ans große Dach im Sektor Ouest. Hier boulderte Alex "Splatch" und ich probierte "Air Sweden", scheiterte jedoch knapp, da ich immer mit einem Fuß das Pad streifte. Den Jump ohne Pad zu probieren war mir nach diversen Rückenaufschlägen dann aber doch zu scarry. Im Dunkeln gings zurück zur Straße, wo wir es dann noch geschafft haben, à la "Ey mann wo steht mein Auto?" in die falsche Richtung zu laufen und erst 15min später das Auto gefunden haben.
Eclairs und Eierkuchen lieferte dann die für den letzten Tag nötige Energie, welche in 95.2 aufgebraucht werden sollte. Teammäßig wurde der ganze "Rudeboy"-Block gebouldert werden.
Ich boulderte "Rudeboy", "Les Pieds dans la Lune" und "Sens Dessus Dessous". Alex und Philipp machten "Duel dans la Lune" und der Abschluss gelang Philipp mit dem Dyno "Zyno".


Anschließend gings Richtung "L'Ange Naif" der Alex leider nicht so taugte und so probierten wir den zwar etwas definierten aber umso geileren Sprung "Jafesse Connexion Airline". Ein fettes Gefühl, wenn die Sloper oben halten :-) Direkt gegenüber konnte ich mit "Coince et Dance" noch eine echte Perle bouldern. Der Block ist nicht besonders auffällig, aber wartet mit genialen Moves.
Eigentlich wollten wir nun noch am Rocher Souris auf dem Rückweg noch ein paar Boulder machen, jedoch ging mit der Sonne auch der Grip unter und die am Morgen noch trockenen Boulder trieften vor Feuchtigkeit und ganze Sturzbäche liefen den Block hinunter. Damit war der Trip beendet und es ging ins kalte Mainz zurück. Wenn auch die Bedingungen nicht gepasst haben, bescherten uns die 15°C ein willkommenes Sommerfeeling mitten im November.

Mittwoch, 9. November 2011

19. Exhaus Cup 2011


Am 17. Dezember startet wieder der einzig wahre und wahrscheinlich auch älteste Bouldercup Deutschlands.
Wie jedes Jahr erwarten euch um die 100 Boulder, die es in der Qualizeit von 11:00-18:00 zu lösen gilt. Von fiesen Leisten, fetten Slopern, krassen Dynos ist also alles geboten wonach der Pump im Arm verlangt. Keine Angst ihr müsst natürlich nicht alle Boulder lösen, denn mit steigender Schwierigkeit gibt es auch mehr Punkte. Ihr habt also die Wahl ob ihr euch vor ein Brett hockt und das den Tag lang projektiert oder ganz viele leichtere Boulder löst. Um 19:00 kämpfen dann die 6 besten Damen und Herren gemeinsam um den Tagessieg.
Die Sieger erwartet wie immer eine tolle Preisverleihung, die von Kleine Fluchten Trier, Felsenkind, Jubel-Ware, sowie kletterszene.com und monkee gesponsert wird. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung auch in wirtschaftlich harten Zeiten.

Der ganze Spaß kostet euch 15 Euronen incl. T-Shirt. Essen, Kaffee und Bier gibts den ganzen Tag in unserem Café.

Facts:

Wann?--> Sa, 17.12.2011
Wo? --> Trier, Zurmaiener Str. 114

-Einlass um 10:00
-Quali von 11:00-18:00
-Finale um 19:00

Donnerstag, 3. November 2011

Kühlschrankbouldern

So die vorlesungsfreie Zeit ist nun endlich vorbei und ich habe wieder Zeit wegzufahrn und mich um die wichtigen Dinge des Lebens zu kümmern :-) 9 Wochen Praktikum fertig, fett. Leider hab ichs halt geschafft meine Finger nun nach diversen Entzündungen auch noch richtig zu schrotten. Kaum war alles wieder in Ordnung eine Leiste zuviel gestellt und "batsch" ein Ziehen im linken Mittelfinger und Schmerz. Da ging erstmal nix mehr.
Nach zwei Wochen konnte ich allerdings dann doch schon wieder leicht bouldern, aber der Boulderurlaub nach meinem Praktikum war schon fest eingeplant. Den Umständen entsprechend gings nach Bleau, um die schönsten Kühlschränke der Welt zu bouldern. Dort traf ich mich mit Martin und Simon aus Aachen, die für einige Zeit in Isatis wohnten. Auf dem Boulderplan standen "Pancras assis" und "La Gaule", das ich mir schon zuvor angeschaut hatte. Weite Kompressionszüge an guten Auflegern mit maximaler Spannweite und entsprechendem Pumpfaktor. Genau mein Wetter :-)
Beides wurde dann auch entsprechend niedergebouldert und um es spannend zu machen La Gaule erst am letzten Tag :-). Simon und Martin und ich erkundeten dann noch einige andere Spots zu denen man dann doch eher selten hinpilgert. Simon der durch seinen mittlerweile 4 wöchigen Ausflug zu Bleausard mutierte knüppelte kurzerhand "Fata Morgana" nieder und scheiterte nur knapp an dessen Lowstart. So gings also nochmal nach Coquibus, wo ich mit Martin "Tonnerre de Brest" probierte und nach einigen lustigen Abgängen, bei denen ich mir fast das Knie ins Gesicht gerammt hätte, auch aussteigen konnte.


Fett, solange es noch den ein oder anderen schmerzfreien Boulder gibt, ists mit dem Finger auch nur halb so schlimm. In Bleau gibts dann eben doch genug Auswahl.
Martin war dann ganz angetan von dem Boulder nebenan. Einer ca. 6m hohen Linie mit guten Leisten und weiten Zügen. Ich war aufgrund der Leisten dann erst etwas skeptisch fand allerdings dann doch noch einen Weg die Steller am Start zu umgehen. Heikel wurde es dann auf 4m, wo man einen schechten Seitgriff etwas wackelig anlaufen muss um zu den Abschlusshenkeln zu gelangen. Martin doppelte das Schüppchen und eine offene Tür wäre hier sicher fatal gewesen. Durch einen geschickten Knieklemmer konnte er diese aber umgehen. Den Name "Psychotrope" fanden wir daher auch recht treffend. Nach einigen Abgängen war dann auch klar, dass man den Rückenbrecher, der aus dem Boden ragt, nicht trifft . Am Ende standen wir beide glücklich obendrauf. Es kommt eben nicht nur auf den Grad an.
Insgesamt waren es fette 4 Tage mit guten Freunden und perfektem Wetter; französiches Savoir Vivre in diversen Koch- und Cafésessions bildete dann noch das Sahnehäubchen. Nur das mit dem Bier müssen die Franzosen noch üben.
Heute gehts dann nach Kassel, um noch mehr Sozializing zu betreiben :-) und um zu testen wie kaputt meine Finger wirklich sind. Haha. Mal schaun was geht...




Dienstag, 12. Juli 2011

Block'n'Roll

So nun ists vollbracht und ich hab einfach mal das Meiste, was ich an Videodateien noch gefunden habe zusammengefügt und herausgekommen ist ein Schnitt quer durch die Zeit. Da sind noch Aufnahmen von meinen ersten Boulderurlauben von '08 dabei aber auch neues Material. Hoffe es motiviert und bringt die Freude rüber die wir bei unseren Trips immer haben. :-)



Sonntag, 10. Juli 2011

Fels vs. Schreibtisch

Jede Woche das Gleiche. Übungsblätter wohin man in seiner Wohnung schaut. Eigentlich heißt das wieder eine extra Schreibtisch-Session einlegen, um den Montag und Dienstag freimachen zu können. Alles klar. Mit der richtigen Motivation läufts und durch die Hoffnung auf 4 Tage Avers noch vor den Ferien bringts dann auch der Kopf überm Numerik-Blatt :-)
Soweit war zumindes alles von meiner Seite geklärt, doch Petrus hat wohl was gegen Uni blau machen, und so hängen über ganz Europa dieses Wochenende Regen- und Gewitterwolken. Sorry an all die, die noch unterwegs sind.
Gestern hatte ich aber dann doch noch Glück und Franzi und Klaus nahmen mich für einen Tag mit Richtung Saverne zur Grotte du Brotsch. Hier hats eine handvoll Klassiker, die man mal gemacht haben sollte. Im Bereich 8a kommt man hier voll auf seine Kosten:
Mit Le Traité de déversification, Brombeerzeit und Trace Blanches hats 3 hervorragende Dachklettereien an angenehmen Griffen.

Eigentlich handelt es sich bei der Kletterei um Bouldern mit Seil, da sich die Schwierigkeit meist auf weniger als 10 Züge beschränkt. Umso geiler ists dann das mächtige Dach an guten Griffen durchzucruisen.

Lustigerweise traff ich gerade dort auch Pierre einen Freund aus Luxemburg, was wiedermal zeigt, dass die Kletterwelt halt doch ganz schön klein ist. Nebenbei hatten wir das Glück von angenehmen Temperaturen und Sturm, sodass die Bedingung besser nicht sein konnten und wir nur schauen mussten das unser Zeug am Boden nicht wegfliegt :-)
Besser kann man dem Schreibtisch nicht entkommen und so sitz ich erst heut vor dem holzgewordenen Alptraum des Studenten und schreib neben dem kleinen Text hier noch ein paar Portfolios für die liebe Uni. Ist nun ja auch nicht mehr so lang. Am 23. ist erstmal Schluss und dann gehts hoffentlich doch noch ins Avers.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Garantiert EHEC - frei : Kabelsalat

Salat ist gesund, vor allem dann, wenn man verletzungstechnisch nicht bouldern kann und Kabelsalat das einige ist was man derzeit verträgt.
Die Kapsel ist nun schon seit fast 3 Monaten hinüber, aber was hilft all das Jammern...nix! Also schön weiter am Fels angreifen...nur halt nicht ganz so hart.
Da kommt einem eine leicht bekömmliche Portion Kabeln ganz entgegen :-) Ja ab und zu pack ich den Strick ja dann doch mal wieder aus und seit ich meinen Konsum auf Kabelsalat diätiert habe scheint sich auch meine Kapsel wieder zu freuen. Mittlerweile war ich sogar sageundschreibe das vierte Mal seilklettern seit ich den Strick vor knapp einem Jahr weggepackt habe und der einzige Einsatz eine Umzugs-Sofa-durchs-Fenster-Ablass-Aktion blieb.


Dem passionierten / kaputten Boulderer kommt dabei am ehesten das Fränkische entgegen. Nicht nur wegen des netten "Wilkommen im Land der Brauereien und Genüsse"-Schildes auf der Autobahn, dass sich vor allem auf die Qualitäten des Bierzepstrainings in den regionalen Gefilden beruft, sondern auch wegen dem altbekannten Gefühl nach spätestens zehn Zügen so aufgeblähte Unterarme zu haben, dass selbst Popeye einpacken kann.
Da kommt einem ein No-Hand-Rest vor der Crux doch ganz entgegen, wie in Härte 10 einem tollen Sykora-Classic, der kurz vorm Abschlussboulder nochmal ausgiebig Gelegenheit bietet seine Reserven zu suchen. Wenn man jetzt nur lange genug sucht dann findet man ja meistens doch noch ein Quäntchen Kraft für die letzten zehn Züge bis zum Umlenker. Ging halt genau auf :-) Alternativ kann man natürlich auch auf Touren zurückgreifen die ohnehin so wenig Züge haben dass man an der Crux vorbei ist ohne dass die Arme gemerkt haben, dass man eigentlich klettert und nicht bouldert.

Und gezieltes Training im Bierglasstemmen in der Gaststätte der Wahl (und es gibt viele, sehr viele im Fränkischen) steht ja dann abends auch noch aus. Und mit weniger als zehn Zügen auch voll im Ausdauerpensum des Boulderers...perfekt!
Da ist dann auch der mehrstündige Rückfahrstau nur noch halb so schlimm denn man hat ja bekommen was man wollte: Fels, Pump und Fleisch
alles garantiert EHEC - frei und gut bekömmlich :-)

Freitag, 6. Mai 2011

Bouldersucht

Nun ist's eigentlich schon ne Weile her dass ich was geschrieben hab. Naja war halt unterwegs und ich boulder dann doch lieber, als das ich in die Tasten hau ;-)
Auch wenns gleich wieder heißt : "Ja, ja die Studenten. Immer nur unterwegs!" denen kann ich nur antworten: "Stimmt!" aber man muss halt seine Prioritäten setzen :-)

Eigentlich kann man die ganzen Fahrten so zusammenfassen: "Fett wars!" und um genauer zu sein hatten wir dieses Frühjahr ne gute Bandbreite an Fels unter den Fingern. Granit, Sandstein, Kalk. Von der winterlichen Flucht aus dem verschneiten Deutschland bis zur 30° Bouldersession mit anschließendem im Fluss chillen im Tessin war eigentlich alles dabei.
Dabei wärs jetzt übertrieben von jedem Trip zu erzählen auch wenn die ein oder andere Anekdote zum Beispiel über verstopfte Toiletten und das Kartoffel-Möhrchen-Desaster am Abend davor eigentlich schon erwähnenswert wären :-) Ja auch sowas gehört zum Bouldersport genauso wie viel zu Kirschwasser lastiges Käsefondue.
Hin und wieder lässt sich der gemeine Boulderer aber auch im Krottenseer Forst sein Auto aufbrechen und wird von der Polizei als vermisst angesehen. Es gibt halt doch Wichser auf der Welt denen es egal ist ,ob man nicht mal nen Euro in der Tasche hat unds Portmonnaie trotzdem mitnehmen, nur um ihrem Ruf gerecht zu werden. In Bleau hätt ich ja gesagt ok. Wir sind nah an Paris und die Vorstadtjungs haben mal wieder Übermut gehabt, aber im netten Franken? Nirgens ist man mehr sicher.
Allerdings hatten die Fahrten auch die üblichen angenehmen Nebeneffekte, wie bei bestem Wetter mit Freunden am Fels abzuhängen und gemeinsam an Bouldern zu arbeiten. Beispielsweise fiel uns in Chironico eine neu geputzte Linie auf dem Weg zum Deliverence-Sektor auf, die besonders durch ihre nicht vorhandenen Griffe reizte. Da konnte man nicht vorbeigehen und links davon schien uns auch noch ein potentieller Boulder machbar. Eine fette Kante mit einem Mantel über ein schlechtes Sloperband. Also hieß es für alle stehenbleiben und Bürsten raus und putzen bis man sich schließlich die Hände dran aufreiben konnte :-)

Einen passenden Namen hatten wir auch schon parat und tauften das Ding "Warrior's Dance".
Es wartet mit ziemlichen Gepresse auf und einem Kreuzer von einer kleinen Leiste links auf ein markantes Sloperband. Nun muss man Spannung halten und mit Toehooks versuchen den Fuß hochgenug zu bekommen um sich rausstützen zu können.
Leider behielt das Teil seinen Projektstatus, da weder Kim noch ich die passende Lösung hatten den üblen Kreuzzug aufzulösen. Der Status ist natürlich offen, also wenn einer den Drang verspürt das Teil zu klettern. Bitteschön :-) Über ne Meldung wär ich aber froh, falls es wer durchsteigt oder vielleicht sogar bereits gemacht hat.

Da ich mir im Franken die Kapsel zerstört hab ist sowieso grad eher moderates Seilklettern angesagt...mmh...aber mal schaun wies die nächste Woche so läuft dann lass ich den Strick doch lieber daheim :-)




Samstag, 26. Februar 2011

Rockpillars Ocun Testival Tour

In der Zeit von März bis Mai könnt ihr in verschiedenen Kletterhallen die aktuellen Rockpillars Schuhe und die Ocun-Artikel testen. Auf dem Banner findet ihr alle Termine und Infos.

Dienstag, 15. Februar 2011

The Green Mile Video

So wie versprochen hier das Videoupdate zu The Green Mile. Hoffe es vermittelt so nen ungefähren Eindruck von dem Boulder, aber selbst hinfahren und sich an dem Ding zu probieren ist natürlich die schönere Alternative. Also immer schön Videos glotzen, Fernweh bekommen, ins Auto setzen, im Navi zwischen den bereits eingespeicherten Boulderspots den mit dem besten Wetter auswählen und losdüsen.

Sonntag, 30. Januar 2011

The Green Mile 8A/8A+

Als mich Yves das erstemal durch Dillingen führte und mir damals das Matrix-Projekt zeigte, hat mich das kleine Gebiet schon ganz schön angemacht. Zu der Zeit stand das "Matrix Revolutions" auf dem Plan. Ein mächtiger 45° Überhang.

Wenn man an diesem vorbeiläuft kommt man zu den anderen Sektoren zwangsläufig an einem noch viel mächtigeren Gebilde vorbei. Ein fetter Bug der in einem krassen Überhang aussteigt. Nur ein Griff war gechalkt. Eine kleine Sloperleiste von der wir der Meinung waren das man die nicht heben kann, aber wir waren uns sicher dass wir wiederkommen würden und nochmal dort anreißen würden, egal wie lange es dauert.
Vor beinahe einem Jahr haben David und ich die Idee gehabt den ganzen Bug mal komplett zu putzen und das Teil auszuchecken. Heraus kam eine der geilsten Linien die wir je probiert haben. Nur abgefahren Züge von denen jeder an unserem Limit war. An ein Zusammenhängen war aber leider noch nicht zu denken, aber geschwärmt haben wir von der Linie bei allen die uns nicht früh genug gestoppt haben.
Jetzt ein Jahr später ist es mir endlich gelungen die Züge zu verbinden. Die Crux dabei war schlicht, dass man nachdem man durch den Bug gepumpt ist der härteste Zug noch wartet:
ein fieser Dyno von zwei schlechten Sloperzangen an einen großen Aufleger den man eigentlich nicht sieht. Heißt am Ende nochmal den Kopf ausschalten und losfeuern :-)

Glücklicherweise hat es das Wetter gut mit mir gemeint und mir für meine seltenen Tage in Trier perfekte Bedingungen beschert, so dass ich gestern die Züge linken konnte und plötzlich am Aufleger klebte. Chiggadang!
Im übrigen bin ich ein Verfechter des Slashgrades...haha :-) Nee war halt schwer einzuschätzen und ist am Ende doch auch nur Nebensache. Viel wichtiger ist doch, dass eine Vison und sei sie zum Zeitpunkt noch so unrealistisch zur Realität werden kann, wenn man mit Freunden und Bürsten bewaffnet in den Wald zieht :-)

PS: ein bisschen bewegtes Material gibts auch...das gibts dann in nem Update

Sonntag, 16. Januar 2011

Better than Chocolate

Eigentlich hätte ich schon vor einiger Zeit was schreiben müssen, da ich schon letzten Oktober mit Haroun und Co im Avers unterwegs war. Ich hatte dass Glück mit den Jungs aus Belgien 2 meiner verrücktesten Boulderwochen zu erleben und versuch nun meiner Pflicht ein wenig nachzukommen, indem ich ein wenig Werbung für Harouns ersten full-length Film mache. "Better than Chocolate" heißt das gute Stück und wird vorraussichtlich diesen März fertiggestellt.

crashpad-surfing im Avers

Zu sehen ist einiges an Action in den klassischen Schweizer Gebieten Avers, Cresciano, Chironico und Brione mit vielen Erstbegehungen und fetten Wiederholungen harter Classics.
Unter anderem "IllTrill" , "From Dirt Grows the Flower" , "Dagger" , "Octopussy" , "Permanent Midnight", und ne ganze Menge mehr. Soviel, dass Haroun gemeint hat es würde schwer sein ganzes Material auf 1:30 zu bringen. Das ist doch mal nen Statement! Der Film wird auf jeden Fall eine Perle, bzw. ein "Kletterporno" vom Feinsten, um die Freunde von der Kletterszene zitieren zu dürfen :-) Das Neuste rund um den Film findet ihr übrigens im offiziellen Blog.
Um euch einen kurzen Eindruck zu hinterlassen gits auch ein kurzes PreEdit zum Genießen und Motivation tanken.


Montag, 10. Januar 2011

Pimp my Dachboden

In den letzten Woche hat sich im Ex nochmal einiges getan. Die Matten wurden neu geschichtet und ein komplett neuer Wandteil geschaffen. 40° überhängend 7 m breit und 4,50 hoch. Da geht doch was!